NachrichtenICAP Charity Day 2008Scheckübergabe an den Verein Patenschaften für TschernobylkinderGroßzügiger Scheck lässt viele Ziele wahr werden Bad Homburg (eh). Die Niederlassung Frankfurt des weltweit führenden Wertpapier- und Derivatemaklers ICAP mit Sitz in London hat dem Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ für seine Arbeit einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro überreicht. Die Übergabe fand durch die beiden ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin und Jürgen Tillmann sowie ICAPMitarbeiterin Michaela May im Kurhaus an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning, sowie an die Vereinsmitglieder Bettina Kaffenberger und Bernd Ehmler statt. ICAP veranstaltet in jedem Jahr Mitte Dezember einen „Charity Day“, bei dem alle Mitarbeiter ihre Tageseinnahmen einem zuvor festgelegten sozialen Zweck spenden. Alle weltweiten ICAP-Niederlassungen erzielten an diesem Tag einen Betrag in Höhe von elf Millionen britischen Pfund, den man in etwa gleich mit dem Euro-Kurs umrechnen kann. In der Frankfurter Niederlassung kamen rund 200 000 Euro zusammen, die sozialen Institutionen im Rhein-Main-Gebiet zugute kommen. Der Bad Homburger Patenschaftsverein konnte sich über 10 000 Euro freuen. Grüning und Ehmler schilderten die Situation der Menschen in den heute noch nach dem GAU von Tschernobyl radioaktiv hochverstrahlten, vom Verein betreuten weißrussischen Landkreis Tscherikow, in dem derzeit rund 11 800 Menschen leben. Der größte Teil von ihnen in bitterster Armut und übelsten Verhältnissen – vor allem die soziale und gesundheitliche Situation der Kinder ist größtenteils mehr als besorgniserregend. „Ich weiß, ich habe Ihre Berichte in der ‚Bad Homburger Woche’ mit größtem Interesse verfolgt“, sagte Robert T. Hempkin an Bernd Ehmler gerichtet. „Dort haben Sie authentisch und nachvollziehbar aus der Region berichtet.“ Weiterhin legten die drei Vereinsmitglieder die die zukünftigen Aktivitäten des Vereins dar: • Für Karfreitag, 10. April, ist eine Hilfslieferung
von Bad Homburg nach Tscherikow geplant.
Grüning und Ehmler hatten bei ihrer
letzten Erkundungsfahrt im November festgestellt,
dass es den Schulen, dem Waisenhaus
sowie den Familien vor allem an folgendem
mangelt: Gut erhaltene Kinderkleidung
bis Größe 176, Schulmaterialen aller Art wie
Hefte, Zeichenblöcke, Blei-, Bunt- und Filzstifte
sowie Mäppchen und Schulranzen.
Ganz besonders fehlen Utensilien für den
Sportunterricht wie Bälle, Hula Hoop-Reifen,
Tischtennisschläger und -bälle sowie
größere Sportgeräte und Matten. Besonders
dankbar wäre man in den Schulen für Langlaufskier
und dazu passende Schuhe. Weiterhin
werden dringend benötigt Handtücher,
Hygieneartikel wie Seife, Shampoo, Zahnpasta,
Zahnbürsten und Cremes. Gut erhaltenes
Spielzeug (kein batteriebetriebenes) wird
ebenfalls gerne angenommen.
Da die Ladelisten angefertigt und Zollformalitäten
für die Einfuhr nach Weißrussland im
Vorfeld penibel genau erledigt und vorab eingereicht
werden müssen, wird um Abgabe
der Gegenstände bis Montag, 16. Februar, bei
folgenden Abgabestellen gebeten: • Vom 27. Juli bis 17. August werden 21 Kinder (16 Kinder bestimmt) aus dem Landkreis Tscherikow zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg kommen. Es ist vorgesehen, die mittlerweile zahlreichen Paten, sofern sie dies wünschen, in die Kinderfreizeit mit einzubeziehen. Auch nachdem veröffentlicht wurde, dass der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko die Kinderfreizeiten im Ausland untersagen wolle, kommen positive Signale aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk nach Bad Homburg: „Ihr könnt beruhigt planen, es sieht für euren Verein gut aus“, ließ Michail Kaslowski vom weißrussischen Partnerverein in Minsk verlauten. So sind die Plätze im Jugendgästehaus Bad Homburg und der Bus zum Transport der Kinder und ihrer Betreuer bereits reserviert. • Der Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ hat seit Mitte Januar einen Kleinbus, in dem bis zu neun Personen Platz finden, in seinem Besitz. Er wird vor allem als Begleitfahrzeug bei Hilfstransporten und natürlich bei den Kinderfreizeiten eingesetzt. „All das ist nur den Paten und der großen Spendenbereitschaft vieler Einzelpersonen und Institutionen zu verdanken“, sagt Michael Grüning. Mit dem großzügigen Scheck der Firma ICAP wird der Hilfstransport abgesichert. Dafür wurde großer Dank der drei Vereinsmitglieder an ICAP ausgesprochen. Sehr gerne haben Robert T. Hempkin und Jürgen Tillmann den original weißrussischen Wodka als Präsent entgegengenommen. Michaela May erhielt als Dankeschön weißrussische Handarbeiten aus der Region Tscherikow. Weitere Infos unter Tel. 06172-399942
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